von Gumbel

  Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Brandsätze auf Unterkünfte von Asylbewerber_innen geworfen werden. Daneben findet vor allem im Osten Deutschlands mindestens einmal pro Woche eine menschenfeindliche Demonstration oder Kundgebung statt. Der vorläufige Höhepunkt dieser unerträglichen Zustände manifestierte sich bei der zweitätigen Pogromstimmung in Heidenau. Dazu gesellt sich der institutionelle und eben auch parteipolitische Rassismus, wenn heute öfters in etwas stärker verklausulierter Form die Unterscheidung in „Bürgerkriegs-„ und „Wirtschaftsflüchtlinge“ getroffen wird. Die Vorreiterrolle gebührt unter den so genannten demokratischen Parteien in dem Falle der CSU.[1] Dennoch fällt eine Thematik in der ohnehin aufgeheizten Stimmung derweil völlig hinten herunter: Der Schutz von säkularen und atheistischen Geflüchteten in den Unterkünften. Das hat vor allem ideologische Hintergründe.

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Antifa heißt …

08/04/2015

Von Gumbel

… heutzutage nicht wirklich mehr viel. Wo steht die Debatte, inwieweit kann von einer Krise innerhalb von Antifa-Strukturen die Rede sein, trifft überhaupt der Eingangssatz zu und ist das nun gut oder schlecht.

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von Gumbel

Normalerweise lohnt sich der Blick nicht in die Sächsische Zeitung (SZ), wenn es neben tagesaktuellen Themen aus der Region Beiträge zu Kultur und Politik gibt, denn darunter sind nur wenig sinnvolle. Die meisten sind vom Anspruch und ideologischen Gehalt höflich ausgedrückt vor allem eins: überschaubar. Dennoch unterbietet ein Bericht vom 25.03. in der Pirnaer Ausgabe der SZ das Niveau nochmals um Längen und geht glatt als Realsatire durch. Die Rede ist vom Beitrag: „Hat Bad Schandau ein Problem mit Autonomen?“[1]

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„Pirnaer Wege“

26/03/2015

von Gumbel

Schon zum dritten Mal im diesem Jahr kam es in Pirna zu einem angemeldeten faschistischen Aufmarsch. Wurde bei den ersten beiden Veranstaltungen noch versucht, mehr oder weniger auf den Effekt von PEGIDA zu setzen und somit mehr Menschen mobilisieren zu können, war die gestrige Veranstaltung klar unter dem Label der NPD gesetzt. Diesmal unter dem Motto: „Nein zum Heim – Demonstration gegen Asylmissbrauch und Überfremdung“.

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Von Gumbel

Am 18. März 2015 war die EZB-Eröffnung angesetzt. Wie zu erwarten, hatte ein breites Bündnis mit dem Namen „Blockupy“ zu Protesten dagegen aufgerufen. Die EZB gilt als einer der ausgemachten Akteure in der deutsch-europäisch betriebenen Austeritätspolitik. Das prominenteste Opfer ist der griechische Staat, der zur europäischen Kapitalakkumulation nichts mehr beizutragen hat und deutscher province unterworfen wurde. Folge des als euphemistisch bezeichneten „Hilfspakets“ für Griechenland sind eine horrende Staatsverschuldung, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und allgemein ein fast zahlungsunfähiger Staat kurz vor dem Kollaps.

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von Gumbel

Drei Demonstrationen und Aktionen in vier Tagen. Das erlebt mensch in Dresden nicht so häufig. Allgemein hat die Demonstrationsdichte in den vorangegangenen Monaten dank PEGIDA enorm zugelegt. Das letzte Wochenende vermochte es dabei wieder, mit einem gestreuten Programm über vier Tage, zum alljährlichen Höhepunkt zu avancieren.

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von Eulenspiegels Till

Zum Thema des rechtslastigen allwöchentlichen Warmlaufens für die Volksgemeinschaft wurde eigentlich alles schon gesagt, aber noch nicht von allen. Also wird es ja wohl nochmal erlaubt sein, hier aus linker Perspektive die völkische Harmonie etwas einzutrüben.

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von Gumbel

P1000003

Heute jährt sich zum 70. Mal der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Und die Warnung vor Geschichtsvergessenheit und einem Erstarken von antisemitischen Tendenzen ist aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen und Monate umso mehr gegeben.

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von Gumbel

 

Vor einem halben Jahr wurde in Pirna ein Asylbewerber angegriffen und mit einer Vielzahl Messerstichen traktiert. Er überlebte schwer verletzt. Größere Resonanz erfuhr der Fall damals nicht, trotz der schon zu diesem Zeitpunkt grassierenden rassistischen Hetze, die sich seit 2013 und nicht erst wegen PEGIDA deutschlandweit verstärkt äußerte. Dann kam die Nachricht vom Dienstag: Khaled Idriss Bahray, der aus Eritrea geflohen war, wurde am Morgen des 13.01. tot vor seinem Hauseingang gefunden.

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von Gumbel

Es ist noch kein Ende der montagabendlichen Zusammenkunft von Rassist_innen aus allen möglichen Lagen abzusehen. Dennoch hatte der 1. Dezember doch etwas erfreuliches, denn der Undogmatischen Radikalen Antifa (URA) ist es gelungen, an die 1.500 bis 2.000 Menschen sachsenweit nach Dresden zu mobilisieren.

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