Von Gumbel

  15 Jahre und leider kein Ende in Sicht: Der kulturalistische Höhepunkt und die zugleich praktisch gewordene Aufklärungsresistenz in Pirna, unter dem Namen „Markt der Kulturen“ (MdK) bekannt, öffnete am 20. Mai wieder seine Pforten. Wie für Jubiläen üblich, mögen sie auch noch so abgeschmackt sein, ließen sich die Organisator_innen besondere Schmankerl nicht nehmen. Dementsprechend das Elend in zwei Akten.

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von Gumbel

Normalerweise lohnt sich der Blick nicht in die Sächsische Zeitung (SZ), wenn es neben tagesaktuellen Themen aus der Region Beiträge zu Kultur und Politik gibt, denn darunter sind nur wenig sinnvolle. Die meisten sind vom Anspruch und ideologischen Gehalt höflich ausgedrückt vor allem eins: überschaubar. Dennoch unterbietet ein Bericht vom 25.03. in der Pirnaer Ausgabe der SZ das Niveau nochmals um Längen und geht glatt als Realsatire durch. Die Rede ist vom Beitrag: „Hat Bad Schandau ein Problem mit Autonomen?“[1]

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„Pirnaer Wege“

26/03/2015

von Gumbel

Schon zum dritten Mal im diesem Jahr kam es in Pirna zu einem angemeldeten faschistischen Aufmarsch. Wurde bei den ersten beiden Veranstaltungen noch versucht, mehr oder weniger auf den Effekt von PEGIDA zu setzen und somit mehr Menschen mobilisieren zu können, war die gestrige Veranstaltung klar unter dem Label der NPD gesetzt. Diesmal unter dem Motto: „Nein zum Heim – Demonstration gegen Asylmissbrauch und Überfremdung“.

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von Gumbel

Drei Demonstrationen und Aktionen in vier Tagen. Das erlebt mensch in Dresden nicht so häufig. Allgemein hat die Demonstrationsdichte in den vorangegangenen Monaten dank PEGIDA enorm zugelegt. Das letzte Wochenende vermochte es dabei wieder, mit einem gestreuten Programm über vier Tage, zum alljährlichen Höhepunkt zu avancieren.

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von Eulenspiegels Till

Zum Thema des rechtslastigen allwöchentlichen Warmlaufens für die Volksgemeinschaft wurde eigentlich alles schon gesagt, aber noch nicht von allen. Also wird es ja wohl nochmal erlaubt sein, hier aus linker Perspektive die völkische Harmonie etwas einzutrüben.

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von Gumbel

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Heute jährt sich zum 70. Mal der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Und die Warnung vor Geschichtsvergessenheit und einem Erstarken von antisemitischen Tendenzen ist aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen und Monate umso mehr gegeben.

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von Gumbel

 

Vor einem halben Jahr wurde in Pirna ein Asylbewerber angegriffen und mit einer Vielzahl Messerstichen traktiert. Er überlebte schwer verletzt. Größere Resonanz erfuhr der Fall damals nicht, trotz der schon zu diesem Zeitpunkt grassierenden rassistischen Hetze, die sich seit 2013 und nicht erst wegen PEGIDA deutschlandweit verstärkt äußerte. Dann kam die Nachricht vom Dienstag: Khaled Idriss Bahray, der aus Eritrea geflohen war, wurde am Morgen des 13.01. tot vor seinem Hauseingang gefunden.

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von Gumbel

Es ist noch kein Ende der montagabendlichen Zusammenkunft von Rassist_innen aus allen möglichen Lagen abzusehen. Dennoch hatte der 1. Dezember doch etwas erfreuliches, denn der Undogmatischen Radikalen Antifa (URA) ist es gelungen, an die 1.500 bis 2.000 Menschen sachsenweit nach Dresden zu mobilisieren.

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von Gumbel

Zur dritten, wo es die erste angemeldete Gegendemonstration gab und zur vierten, wo ich krankheitsbedingt passen musste, gibt es nur einen ganz kurzen Abriss. Entscheidender war die schon dritte Gegendemonstration, nach dem nun auch Dresden-Nazifrei das Problem augenscheinlich erkannt hat, sozusagen ist das Thema im bürgerlichen Lager im größeren Maße angekommen.

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von Gumbel

Am 25.10. fand dieses Jahr die Gedenkdemonstration für Kamal K. statt, der am 24.10.2010 durch zwei stadtbekannte Faschisten mit einem Messer angegriffen worden war und dabei tödlich verletzt wurde. Kamal K. ist einer von acht Menschen, die in Leipzig aus rassistischen und sozialdarwinistischen Motiven seit 1990 ermordet wurden. Organisiert wurde die Demonstration von der Initiative Rassismus tötet! unter dem Motto: Erinnern heißt Kämpfen!

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