Von Gumbel

  15 Jahre und leider kein Ende in Sicht: Der kulturalistische Höhepunkt und die zugleich praktisch gewordene Aufklärungsresistenz in Pirna, unter dem Namen „Markt der Kulturen“ (MdK) bekannt, öffnete am 20. Mai wieder seine Pforten. Wie für Jubiläen üblich, mögen sie auch noch so abgeschmackt sein, ließen sich die Organisator_innen besondere Schmankerl nicht nehmen. Dementsprechend das Elend in zwei Akten.

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Islamkritik

Von Andros

  Dieses Verbotsschild klebt mit der Unterschrift „indecent Behavior“, was so viel meint wie „unanständiges Verhalten“, in den Bahnen von Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Hier stehen auch die Petronas Towers, welche bis 2004 als die höchsten Gebäude der Welt galten. Solche Gegensätze zwischen dem Streben nach westlichen Maßstäben und reaktionärer Ideologie haben mich zum Nachdenken gebracht und jetzt, nachdem ich wieder einige Zeit in Deutschland bin, halte ich es für angebracht darüber zu schreiben.

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von Gumbel

  Bereits zum 72. Mal jährt sich nun bereits die Bombardierung Dresdens. Das Gedenken hat innerhalb der letzten Jahre eine Transformation vollzogen, welche aber nur Form und nicht den Inhalt berührt. Im Gegensatz zu zwei Jahren PEGIDA, die nur noch ein bestimmtes Klientel anziehen, steht der 13. Februar als eine Art Konsensveranstaltung allen offen, die sich einbringen möchten, egal ob als traditionalistischer Trachtenumzug oder im vermeintlich kritischen Sinne, Dresdens Rolle während des Nationalsozialismus zu benennen und damit der Stadt das Feigenblatt der Aufgeklärtheit zu verleihen. Das Deutsche Ideologie längst zum Exportschlager firmiert ist und keine Grenzen mehr kennt, lässt sich auch am Versöhnungskitsch in der sächsischen Landeshauptstadt dieses Jahr beobachten.

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Von Gumbel

  Am Wochenende fand in Magdeburg der Parteitag der LINKEN statt. Den wirklichen Höhepunkt während der Veranstaltung stellte eine Tortenattacke auf die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht dar. Im Nachgang bekannte sich eine antifaschistische Initiative „Torten gegen Menschenfeinde“ zum Wurf. Aufgrund der Vorkommnisse lohnt sich eine Bestandsaufnahme.

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Von Gumbel

  Am 28.05. war es wieder soweit. Zum 14. Mal wurde in Pirna der „Markt der Kulturen“ veranstaltet. Und wer glaubte, dass es nicht noch schlechter ginge als die letzten Jahre, wurde in der Zone wieder eines Besseren belehrt. Anstatt wie die Jahre zuvor nur einen Tag für das aufzuwenden, was Deutsche als Kultur[1] charakterisieren, gab es diesmal ein Rahmenprogramm von Mittwoch bis Sonntag.

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Von Gumbel

  Am 24.12.2015 gab das sich selbst als kommunistisch verstehende …umsGanze-Bündnis eine Einladung für ein Treffen Ende Januar an die radikale Linke heraus. Es ist als Gesprächsangebot an Antifa- und Antira-Gruppen zu lesen, um über die aktuelle Lage in Deutschland und Europa zu beraten. Auffallend an dem Artikel ist vor allem die Tatsache, wie groß die Diskrepanz zwischen propagierten Selbstverständnis und Geschichtsbewusstsein ist.

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Antifa heißt …

08/04/2015

Von Gumbel

… heutzutage nicht wirklich mehr viel. Wo steht die Debatte, inwieweit kann von einer Krise innerhalb von Antifa-Strukturen die Rede sein, trifft überhaupt der Eingangssatz zu und ist das nun gut oder schlecht.

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von Gumbel

Normalerweise lohnt sich der Blick nicht in die Sächsische Zeitung (SZ), wenn es neben tagesaktuellen Themen aus der Region Beiträge zu Kultur und Politik gibt, denn darunter sind nur wenig sinnvolle. Die meisten sind vom Anspruch und ideologischen Gehalt höflich ausgedrückt vor allem eins: überschaubar. Dennoch unterbietet ein Bericht vom 25.03. in der Pirnaer Ausgabe der SZ das Niveau nochmals um Längen und geht glatt als Realsatire durch. Die Rede ist vom Beitrag: „Hat Bad Schandau ein Problem mit Autonomen?“[1]

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„Pirnaer Wege“

26/03/2015

von Gumbel

Schon zum dritten Mal im diesem Jahr kam es in Pirna zu einem angemeldeten faschistischen Aufmarsch. Wurde bei den ersten beiden Veranstaltungen noch versucht, mehr oder weniger auf den Effekt von PEGIDA zu setzen und somit mehr Menschen mobilisieren zu können, war die gestrige Veranstaltung klar unter dem Label der NPD gesetzt. Diesmal unter dem Motto: „Nein zum Heim – Demonstration gegen Asylmissbrauch und Überfremdung“.

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von Gumbel

Drei Demonstrationen und Aktionen in vier Tagen. Das erlebt mensch in Dresden nicht so häufig. Allgemein hat die Demonstrationsdichte in den vorangegangenen Monaten dank PEGIDA enorm zugelegt. Das letzte Wochenende vermochte es dabei wieder, mit einem gestreuten Programm über vier Tage, zum alljährlichen Höhepunkt zu avancieren.

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