von Eulenspiegels Till

Es gibt hierzulande einige Sachverhalte, mit denen mensch grundsätzlich rechnen kann, mögen die Umstände auch noch so widrig sein. Zu ihnen zählen z.B. der tendenzielle Volksfestcharakter der ‚bürgerlichen Geh- Denken‘- Aktionen im Februar, das extrem folgenreiche Geplapper vom ‚Extremismus allerorten‘, wenn sich ‚ganz normale Deutsche‘ mal wieder zur letzten Exekutive einer Leistungs- und Verwertungslogik unter Standortvorzeichen aufschwingen oder eben das mit traumwandlerischer Sicherheit alle paar Monate wieder aus dem Hut hervorgezauberte Argument des NPD- Verbots.

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Von Gumbel

Anlässlich des Gedenkens an die deutschen Übergriffe am 9. November 1938 auf Jüd_innen und ihre Einrichtungen und Geschäfte, gab es auch in Dresden mehrere Gedenkveranstaltung. Neben der stadtoffiziellen Kundgebung gab es zwei weitere Kundgebungen mit Beteiligung linker Gruppen. Die erste fand fast zeitgleich mit der stadtoffiziellen Gedenkveranstaltung auf der Prager Straße statt. Das Ganze wurde mithilfe einer Leinwand, auf der ein Bild eines mit antisemitischen Parolen beschmierten jüdischen Geschäftes dargestellt wurde, audiovisuell unterstützt. Hauptinitiator war die neue Gruppe Undogmatische Radikale Antifa (URA). Laut Eigenaussage wurden gut 1000 Flyer verteilt, was zeigt, dass die Aktion wohl weitgehend angenommen wurde bzw. auf positives Feedback traf.

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Von Gumbel

Wieder mal jährte sich eines der bedeutendsten Daten der deutschen Geschichte: Der 9. November. In dem Zusammenhang war es auch der 73. Jahrestag der antisemitischen Übergriffe der Deutschen auf Jüd_innen im Zeitraum des 7. bis zum 13. November 1938 in Deutschland, die ihren Höhepunkt am 9. November fanden. Und auch heute ist der Antisemitismus in Deutschland nicht nur nicht besiegt, sondern im Gegenteil erlebt er gerade durch alle gesellschaftlichen Schichten eine neue Hochphase. Dass dann Einige gerade zum Gedenktag an die genannten antisemitischen Übergriffe ihrem zum Teil antisemitischen Denken im antizionistischen Gewand dann freien Lauf lassen, kann da nicht mehr verwundern. Konkret geht es um die am 8. November ausgestrahlte Sendung „Schalom und Sozialismus – Immer bereit! Israelisch-ostdeutsche Verwicklungen und Verwirrungen“ im Deutschlandfunk, worauf ein Artikel auf publikative.org aufmerksam gemacht hatte. Diese Sendung dürfte auch der Antikapitalistischen Linken aus Hamburg indirekt einen Gefallen getan haben, auch wenn diese das wohl nicht so sehen würde. Die Antiimperialist_innen wollten eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Antisemitismus-Falle“ durchführen, bei der es um die Abwehr des Vorwurfs eines Antisemitismus in der Linkspartei gehen sollte. Die Veranstaltung wurde aber wegen dem öffentlichen Druck verschoben.

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