Von Roady

Spätestens seit Marx haben teleologische Weltbilder Konjunktur in der Linken. Marx selbst ging von einer Zwangsläufigkeit der menschlichen Entwicklung aus, die notgedrungen im Kommunismus münden würde. Noch weiter gehen diverse Zusammenbruchstheorien (vor allem Lenin, in jüngster Zeit Kurz(1)), die aus der Entwicklung des Kapitalismus einen notwendigen Zeitpunkt für seinen Untergang herleiten wollen. Historisch haben sich solche Theorien stets blamiert, der Kapitalismus erwies sich als weitaus hartnäckiger als angenommen wurde, die entsprechenden Theorien wurden jedoch nicht revidiert sondern um weitere Punkte ergänzt. So sah die Leninsche Imperialismustheorie im sogenannten Monopolkapitalismus das letzte Entwicklungsstadium des Kapitalismus, als sich diese Annahme als falsch erwies, kam es nicht zur kritischen Überarbeitung der These, sondern um die Erweiterung durch eine staatsmonopolistische Phase, die den Übergang zum Kommunismus markieren sollte. Das vehemente Festhalten an Zusammenbruchstheorien kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie nichts anderes tun als falsche Hoffnungen zu erzeugen und gleichzeitig ein dogmatisches Modell der Befreiung entwerfen. Wer sich diesem verweigert gilt oftmals als konterrevolutionär und wird kurzerhand aus dem Projekt „Links“ ausgeschlossen.

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Von Möppl

Seit Wochen dringen fast täglich neue Skandale der sächsischen Behörden an den Tag. Alles dreht sich dabei um den Ermittlungswahn der Soko 19/2, sowie die offensichtliche Inkompetenz von Innenminister Markus Ulbig.

Nun der neueste Eklat. Am Mittwoch, den 10. August 2011, verschaffte sich die Polizei Einlass in die JG Stadtmitte in Jena. Zu dieser Zeit verweilte Pfarrer Lothar König in Tirol. Er erfuhr erst später von der Razzia, ebenso wie die eigentlich zuständige thüringer Polizei. Doch wie kam es dazu?

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